Auf den Hund gekommen

Schon lange möchte ich einen Hund. Am liebsten eine eher grössere, intelligente Rasse, wie z.B. ein Retriever oder Labrador. Aber es ist nicht so einfach. Ein Hund sollte nie lange alleine sein. Als Kurierdienst hat man ab und zu wieder zwischendurch Momente wo es nichts zu tun gibt und man könnte sich dann mit dem Hund abgeben. Zudem könnte er oft mit auf Tour kommen. Aber es gibt doch Tage oder Fahrten ins Ausland wo er nicht mitkommen könnte.
Dann bot sich die Möglichkeit, dass wir einen 2 Monate alten Welpen eines Kollegen für 3 Tage bei uns aufnehmen konnten. Da konnte ich ein wenig Erfahrung sammeln wie ein Hund zu einem Kurierdienst passt.

Hier meine Erlebnisse:

Also der Hund war sehr herzig, drollig, intelligent und aktiv. Auch hat er viel geschlafen. Das müssen Welpen. Vier mal am Tag musste man ihm sein Futter geben. Vorher und nachher musste man ihn nach draussen bringen, bei jedem Wetter, und ein wenig spazieren, damit er sein Geschäft machen konnte. Zwischendurch musste er auch ab und zu und manchmal habe ich seine Zeichen (breitbeinig mit der Schnauze am Boden herumlaufen) nicht bemerkt und so hat er dann doch ein paar mal in die Wohnung gemacht. Aber kein Problem. Damit habe ich ja gerechnet.
In der Nacht nahm ich ihn ins Schlafzimmer. Die bereit gemachte Schachtel mit Decken wollte er nicht benutzen, sondern er schlief lieber auf dem nackten Parkett. Etwa zwei, drei Mal pro Nacht (0 Uhr, 2 Uhr, 4 Uhr) wurde er unruhig und man musste mit ihm nach draussen gehen, damit er wieder sein Geschäft machen konnte. Das war eigentlich auch kein Problem. Doch bereits nach drei Tagen spürte ich doch, dass ich nicht soviel geschlafen hatte.


Eigentlich war es ein ganz stiller Hund und hat fast nie gebellt. Doch wenn ein Kunde angerufen hat, so hat er doch ab und zu gebellt. Ich weiss nicht, was sich die Kunden da gedacht haben. Es war am Samstag und auf dem kleinen Spaziergang mit dem Hund. Er hat sein Geschäft noch nicht gemacht, da rief ein Kunde an. Dieser hatte eine Expresslieferung. So mussten wir sofort los. Es dauerte noch 10 Minuten bis der Hund gemacht hat, dann ging es nach Hause um die Papiere vorzubereiten. Dann, bereits mit Verspätung ging es zum Kunden mit dem Hund hinten im Wagen. Wir mussten über 2 Stunden in die Berge fahren. Der Hund schlief die meiste Zeit. Aber dann doch plötzlich wurde er unruhig und fing an zu bellen. Er musste wohl wieder. Es vergingen noch weitere 10 Minuten bis zum nächsten Rastplatz. So lange musste er dann warten. Dort angekommen brauchte er doch wieder zwischen 5 und 10 Minuten bis er konnte. Nach einer weiteren Stunde dann nochmals das gleiche Spiel. Schlussendlich kamen wir dann doch noch genau zur gewünschten Zeit beim Ziel an. Doch es war ein wirklicher Stress, ich denke für mich und den Hund.

Nach 3 Tagen mussten wir den Hund leider wieder zurück geben. Wir hätten ihn so gerne behalten. Er war uns schon richtig ans Herz gewachsen. Aber ich denke für den Hund war es besser. Vielleicht klappt es dann später einmal.



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